Record Of The Month (Februar, 2013):

Simonlebon – „5 Of A Kind EP“ (Luv Shack Records – LUV008)

Vorweg gesagt, Luv Shack ist für mich schon das beste Label 2012 gewesen und die Wiener Posse um „Head Honcho“ Simonlebon macht genau da weiter, wo sie letztes Jahr aufgehört hat. Wenn nicht gar noch besser. Wo vielen anderen neueren Labels nach einigen Releases die Qualität auszugehen schien, steigern sich die Jungs kontinuierlich obwohl oder vielleicht gerade weil Interessanterweise bis jetzt alle Releases von den gleichen Leuten (LeSale, Lee Stevens, Jakobin, Domino und eben Simonlebon) in unterschiedlichen Zusammensetzungen produziert wurden oder sie sich gegenseitig geremixt haben. Sehr schön ist auch, das zu jedem Song auch immer ein Video auf dem eigenen Youtube-Channel erscheint. Ebenfalls lesens- und hörenswert ist der Blog von Luv Shack Records.

Bei der aktuellen Katalognummer 8 fällt mir immer deutlicher auf, wie sehr doch jeder Einzelne seinen ganz eigenen Stil immer weiter verfeinert hat und Simonlebon als zentrales musikalisches Schaltwerk alle zusammenhält. Das von Jakobin koproduzierte „Can’t Do Without You“ könnte man schon fast als Balearic Nummer bezeichnen, die mit ihren raumfüllenden Chords fast schon ein wenig an jüngere Kraftwerk Produktionen erinnert. Beim nächsten Stück „So Many“ tritt LeSale, der vermutlich unumstrittene musikalische Partyhengst, ordentlich mit aufs Gaspedal und sorgt dafür, das diese Scheibe bei den Deep-House Liebhabern der etwas flotteren Gangart und auch dem einen oder anderen ganz großen der Zunft, wie heute erst im Boilerroom Miami im Rahmen der Red Bull Music Academy von Carl Craig gehört (Edit: Ich hatte beim flüchtigen Hinhören nur die Stimme von Robert Owens gehört und leider nicht erkannt, das C2 die Classic Vocal Version des Originals von Frankie Knuckles und Satoshi Tomiie gespielt hat) eine ganze Weile rotieren wird. Kommen wir nun zu meiner Lieblingsstudiokombination: Simonlebon und Lee Stevens, die vor allem unter dem Projektnamen Burnin Tears, aber auch hier bei „All I Can“ immer wieder eine wunderbare Melange an schönen Vocals, Flächen und Dub Elementen hinbekommen, bei denen man sich einfach nur die nächste Open-Air Party herwünscht. Zum guten Schluß hauen Simonlebon und Domino einen, zum Glück alles andere als aufdringlichen, Edit von Dawn Penn’s „No No No“ raus, der wohl am Besten die Schnittmenge des Soundspektrums von Luv Shack wiedergibt.

Ich für meinen Teil freue mich jedesmal, wenn wieder Musik aus Wien kommt. Nummer 9 soll ja schon in den Startlöchern stehen.

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