Record Of The Month (Mai, 2013):

Harry Baldi – „I Can’t Kick This Feeling When It Dubs“ (We Play House Belgium – WPBH03)

Neuer Streich von San Soda, nach seinem Phänomenalen Remake von FCL’s „It’s You“ nimmt er sich nun keinen geringeren als Moodymann und dessen „I Can’t Kick This Feeling When It Hits“ und „I Want Your Love“ von Chic vor um daraus eine langsame, fast schon Reggae-artige Nummer zu basteln. Der in der Platte eigeritzte Text beschreibt schon ganz gut, wo die Reise nicht hingehen soll, es aber dennoch tut, wie ich unlängst in der ButterBrezel in Tübingen erleben durfte, als ich dieses als letztes Stück spielte:

„The vinyl will never be sold and in fact it does not even exist -> These tracks will never be played at Panorama Bar, the crowd will definitely not go crazy for this“

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Back in the silver box – pt. 149

The Melody war ein frühes Projekt von „Speedy J“ Jochem Paap und Phillipe Haex, unter dem sie leider nur zwei Singles veröffentlichten. US-House trifft auf Continental-Techno. Genau so wird heute zum Teil wieder produziert, wenn versucht wird einen auf alt zu machen.

Back in the silver box – pt. 147

Das erste Mal als ich etwas von Ane Brun gehört hab, wird wohl auf immer und ewig in meinem Gedächtnis eingebrannt sein. Vier Tage zuvor starb mein Vater und drei Tage vorher feierte ich in meinen dreißigsten Geburtstag. Diesen zwar nicht ganz so beschwingt aber dennoch, wie es mein Vater als Hobby-Jazz-Trompeter sicherlich auch gewollt hätte, sehr ausführlich. Es war jedenfalls am frühen Samstag Morgen, nach dem wunderbaren zweiten Teil und diesmal gemeinsamen Geburtstagsfest mit einem lieben DJ Kollegen und Freund im Schloßcafé, als ich irgendwo in Tübingen, nicht unweit des Hauses in dem ich meine Jugend verbracht hab, weintrinkend mit einer Frau das Album „A Temporary Dive“ gehört hab. Kurzum, die Nacht war viel zu kurz und fing zudem auch noch viel zu spät an. Das Tischtennis-Ligaspiel kam irgendwie auch unerwartet früh und lief dementsprechend suboptimal. Und auch Teil drei der Geburtagsfeier war gefühlt mitten am Nachmittag und somit deplaziert. Auf alle Fälle einer dieser unvergesslichen Momente, die unbedingt einen Soundtrack brauchen. Dieser ist zwar in diesem Fall geremixt aber dennoch mehr als passend!!

Back in the silver box – pt. 146

Leider etwas arg kurz geraten ist dieses, dezent europäisch geprägte, Elektro-Stück des mysteriösen Duos selbsternannter Unterwasser-Bewohner. Trotz ihres unglaublich großen Kult-Statuses schafften sie es, wie so viele aus dem Undergroud Resistance Umfeld, lange ihre wahren Identitäten geheim zu halten. Leider starb James Stinson im Jahr 2002. Sein Partner Gerald Donald produziert seither unter diversen Pseudonymen, von denen Heinrich Mueller das bekannteste sein dürfte, weiter.

Back in the silver box – pt. 145

Wenn man weiß, das Orange Lemon eins der unglaublich vielen Pseudonyme von Todd Terry ist, die er sich im Verlauf seiner langen Karriere gegeben hat, so ist es nicht weiter verwunderlich acht Minuten Sample-Orgie in Reinkultur auf die Ohren zu bekommen. Ein etwas unter Wert weggekommener Klassiker.

Back in the silver box – pt. 144

Acid Jazz der allerfeinsten Sorte des Schotten Howard Bernstein. Dieses Stück kam interessanterweise nie als Single raus, sondern war Howie B.’s Exklusivbeitrag zur Kollaborations-Compilation seines eigenen Labels Pussyfoot und dem legendären Wall Of Sound Label, „Wall Of Pussy„. Lizensiert wurde es dann vom nicht minder legendären Berliner Label Studio !K7 zum Start der Reihe „Freestyle Files“.